Montag, 30. Juni 2014

Abschiedstour in den Süden

Für diese Tour hatte ich dieses Mal in weiser Voraussicht einen Vollgeländewagen gemietet. 11 Tage lang in den Süden, zunächst von Port-au-Prince nach Port Salut. Anschliessend sollte es anhand des mir vorliegenden Kartenmaterials einen Weg komplett um den Südzipfel herum bis Dame-Marie geben:
Nach ein paar Fotos zum Sonnenaufgang in Port Salut ging es auf die Strasse, welche sehr rasch ihren Belag von Asphalt nach Schotter wechselte. Im weiteren Verlauf mutierte der zweispurige Feldweg zum einspurigen Trampelpfad, welcher in letzter Zeit allenfalls noch von einigen Mopeds befahren wurde.

Zeit zum umkehren?! Quatsch, kann man ja immer noch!!!

So wurde die Geländegängigkeit des Patrols mehrfach bis an die Grenzen ausgereizt, sowohl was die Traktion an felsigen und steinigen Anstiegen anging, die Bodenfreiheit bei ausgewaschenen Querrinnen oder die Wassertauglichkeit in Flussbetten. Bei einer Strecke von über 100 km in diesem Stil stellte sich dann auch irgendwann gar nicht mehr die Umkehrfrage, einfach immer weiter.

Da gab es kleine einsame Örtchen an schönen Stränden, wo das Erscheinen einer „Machine“ wie eine Fata Morgana bestaunt wurde… und dann noch mit einem „Blanc“ am Steuer, surreal. Nahezu unberührtes Haiti, eine Zeitreise. Der Tag wurde lang, Diesel knapp (nächste Tankstelle Jerémie!) und schliesslich hatte ich dann doch noch einen Reifen auf der Schotterpiste von Dame-Marie nach Jérémie im wahrsten Sinne des Wortes zerfranst. Im Dunkeln von Jérémie über die Berge zurück, nicht empfohlen, aber kein Problem.

Nach dieser Tour gönnte ich mir ein paar Tage an den Traumständen der Ile-a-Vache, Karibikfeeling pur. Nächster Stop: Camp Perrin. Von hier aus sollte es nach Pestel gehen, ein verschlafenes Örtchen an der Nordküste des Südarmes, welches besser auf dem Seewege zu erreichen sein soll, als über Land. Die Strasse entsprechend, aber immerhin feldwegähnlich.

Auf der Rückreise noch einen Abstecher zum entlegenen Cocoyer-Beach, nur zu Fuss über einen langen steilen und steinigen Ab- bzw. anschliessenden wieder Aufstieg erreichbar. Ausklang der Tour wurde schliesslich in den kühlen Höhen bei Kenscoff gesucht und gefunden.

 Genau so!
 Verlassene Villa bei Les Cayes
 Gestrandet vor Port Salut


 Noch eine Schotterstrasse...


 Der Feldweg teilt sich: Trampelpfad

 Abgelegene Ortschaften und Strände, glückliche Menschen!

 Reifenwechsel in Jérémie

 Ortschaft auf dem Rückweg im Abendlicht

 Erholung auf der Ile-a-Vache: Abaka-Bay
 Luxusbehausung


 "Mein" Schirm
 Ochsenarbeit auf der Kuhinsel

 (Noch) Einsame Strände 1
 Typische Inselhäuser


 (Noch) Einsame Strände 2


 Sandhaufen südlich vor Haiti

















 "Wäschesteine" (Camp Perrin)
 Spielende Kinder in Camp Perrin







 Auf dem Weg nach Pestel: die Erde wird rot

 Typisches Strassenbild von Pestel

 Versorgung auf dem Seeweg: Kohleladung


 Obsthändlerin


 Hinterhofszene


 Pestel


 Fischer von Pestel

 Zurück auf der Route Nationales 7

 Ungesicherte Ziege im Ersatzrad!

 Cocoyer Beach

 Urwald

 Kochen in der Basthütte

 Zuckerrohverarbeitung in einer kleinen Brennerei


 Morgenstimmung Nähe Kenscoff
 Zum Abschluss: ein Sonnenkreis


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