Dienstag, 1. April 2014

Ein Wochenende im Hotel Oloffson





Samstag morgens um 6.00 Uhr fährt unser Bus. Da er das letzte Mal mit einer halben Stunde Verspätung los gefahren war, hatten wir es nicht so eilig. Noch gemütlich Frühstücken und die letzten Badeutensilien einpacken. Carl war schon da und wurde nervös, als mit Einsteigen begonnen wurde und wir noch nicht in Sicht waren.
Um fünf nach 6 sind wir unterwegs. Mit einem Tuch um den Hals gewickelt, gegen den frischen Morgenwind der durch die offene Fenster weht, geniessen wir die Morgenstimmung unterwegs total. Jedesmal entdeckt man neue faszinierende  Landschaften, Häuser und Menschen. So schnell wir losgefahren sind ist auch die Fahrt. Um 8.15 Uhr erreichen wir das PaP-Office vom HAS. Vor dem Office fragen wir die Leute nach dem Weg. Sofort sagt Junior, dass er uns begleiten wird und uns den Weg zeigt. Natürlich hat Birgit uns schon genau erklärt, wie wir zum Oloffson kommen, doch mit Begleitung geht es das erste Mal in PaP viel besser.
Wir warten am Strassenrand auf ein Taptap, welches Platz für uns hat. Am Carrefour Clercine und Portay Léogane steigen wir jeweils auf ein anderes Taptap um. Das ganze kostet für alle vier 100 Gourdes. Natürlich haben wir Junior mitbezahlt. Unterwegs kriegen wir ein paar Eindrücke von PaP, welche wieder viel Zeit zum verarbeiten in Anspruch nehmen werden. Die Gegensätzte, Neu und Alt, Kaputt und Luxus, Arm und Reich, alles nebeneinander. Eine Verkehrsführung welche man nicht verstehen muss, denn Regeln scheint es hier keine zu geben. Wir erreichen das Hotel schon um 10 Uhr. Super! Nach dem Zimmerbezug gönnen wir uns ein Frühstück auf der wunderschönen Hotelterrasse.

Ausser dem Rumpunsch am Abend haben wir noch ein Ziel an diesem Samstag. Shopping! Nicht weit vom Hotel gibt es einen Souvenirshop. Carl ist äusserst motiviert mit zwei Frauen shoppen zu gehen und stellt sich auf das schlimmste ein. 20 Minuten später und vollgepackt mit Souvenirs laufen wir wieder nach Hause. Total erstaunt wie schnell Frauen einkaufen können und wie schnell entschieden wurde.
 

Den Nachmittag verbringen wir auf der Hollywoodschaukel am Pool. Spannende Gespräche lassen die Zeit schnell verstreichen. Zwischendurch fallen uns sogar die Augen zu und erst das kribbeln in den Beinen, durch die unbequeme Sitzposition, lässt uns wieder aufwachen. Der Pool ist wiedererwarten sehr erfrischend.
Doch ein mulmiges Gefühl ist es schon, im Wasser zu sein und zu wissen, dass im Roman „The Comedians“ von Graham Greene eine Leiche in diesem Pool geschwommen ist.
Am späteren Nachmittag erreichen Birgit mit Miguel, Simone und Saskia das Hotel. Wir haben uns sehr über ein Wiedersehen gefreut. Spannend berichten sie uns von ihren Erlebnissen in Jacmel.


Der Hunger und die Vorfreude auf den Rumpunsch treiben uns nun unter die Dusche. Die warme Dusche ist eine richtige Wohltat, für Tamara blieb sie leider kalt.
Zum Nachtessen treffen wir uns alle wieder am grossen Tisch auf der Terrasse. Die Menuekarte macht uns die Entscheidung nicht leicht. Doch nach dem Chicktaille zur Vorspeise macht der Fisch zum Hauptgang das Rennen.
Und nun kommt endlich der langersehnte und bekanntlich beste Rumpunsch der ganzen Karibik auf den Tisch.

In großen geriffelten Wassergläsern wird der orangefarbene Drink serviert, in den haitianischer Rum, Maraschino, Orangensaft, Zitronensaft und Rohrzucker gehören.
Scharf brennt der erste Schluck Punsch, der durch einen Strohhalm gesogen wird, im Rachen.
Wir feiern gemütlich an der Hotelbar und lassen Jean Claude van Damme und David Blundy auf uns warten. 
Morgens um 10 Uhr gibt es ein gemeinsames Frühstück, obwohl die Eier, Suppen und Sandwiches hintereinander serviert werden. Bis 12 Uhr haben sich dann trotzdem alle gestärkt und es geht mit dem Taxi zum Flughafen. Nun heisst es Abschied nehmen, die Zeit in Haiti ist für Simone und Saskia schon vorbei. Wie schnell das gegangen ist. Es war sehr schön sie kennengelernt zu haben, wir haben die Zeit mit ihnen genossen und freue uns auf ein Wiedersehen...
Im Supermarkt werden noch die nötigen Esswaren für die folgende Woche gekauft und dann bringt uns Lionel mit dem Schoolbus zurück nach Deschapelles. Die Fahrt ist nicht ganz so rasant, dafür gewinnt Lionel beim Hupen, bricht wahrscheinlich sogar alle Rekorde. Sogar ein kurzer Stopp zum frittierte Bananen kaufen liegt drin. Super fein!!!
Pünktlich zum Wasser sind wir daheim und denken an das super schöne Wochenende zurück. Vielen Dank an alle Beteiligten!

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